Routingtypen und Vermeidung von Orten

Wie schon einige Male erwähnt, muss man sich halt mit dem Thema beschäftigen und nicht wild rumklicken. Das ist mit jedem neuen Thema und nicht Kurviger-spezifisch.

Wichtig ist auch, das derjenige, der fragt, auch mitarbeitet.

Ganz oben im Beitrag wurde nach der Route (teile bitte deine Route) gefragt und wurde leider nicht geliefert. Hier hätte man spezifisch drauf eingehen können wo es klemmen könnte und was man besser machen kann. Ein praktisches Beispiel ist immer besser als theoretisch zu diskutieren.

Die Dokumentation zu Kurviger ist mittlerweile auch gut aufgestellt und auf Youtube gibt es diverse “Kurviger erklärt”-Videos (oben im Beitrag wurde auch schon darauf hingewiesen). Es gibt demnach schon gute Quellen, die vieles erklären … :slight_smile:

Klar, … alles hat verbesserungspotential und es wird niemals so sein, dass alles perferkt ist., :wink: aber nichts destotrotz kann man gut mit Kurviger und deren Informationen vieles möglich machen.

Ich sehe das etwas anderes. Der User wird in die Verantwortung gezogen zu entscheiden, “Was bin ich”. Dann fällt die Entscheidung auf Expertenmodus und derjenige kann damit nicht umgehen. Was dann???
Es wird wieder eine Diskussion los getreten, weil Kurviger dann nicht so funktioniert wie es erwartet wird, Das ist eine Never-Ending-Story.

Ich denke, man sollte einfach nicht mit der Erwartungshaltung an die Planung gehen, dass es reicht, Start und Ziel vorzugeben, um die “perfekte” Route zu erhalten. Da helfen auch raffinierte Einstellungen in der Regel nicht.

Starte mit der generellen Kurvigkeit mit der du unterwegs sein möchtest (zB Schnellste oder Kurvig). Aktiviere Vermeidungen “sparsam”, und verwende die empfohlene Stärke. Damit bist du mit dem Normalmodus unterwegs (was auch oft genügt), ohne dass es eine separate Einstellung dafür brauchen würde.

Wenn du auf dem Weg eine bestimmte Straße fahren möchtest, oder einen bestimmten Ort (oder Aussichtspunkt etc.) erreichen möchtest, dann setze dort einen Wegpunkt. Wenn du kurvig unterwegs bist, aber einem Abschnitt Autobahn fahren möchtest (um Boden gut zumachen, schnell aus einer uninteressanten Gegend herauszukommen, etc.) dann setze zu Beginn und am Ende einen Wegpunkt, und wähle für diesen Abschnitt die Kurvigkeit “Schnellste”. Wenn das Ergebnis noch nicht zufriedenstellend sein sollte, setze “geschickt” weitere Wegpunkte. Einfach ausprobieren und schauen, ob das Ergebnis für dich passt.

Ich bin mit dieser Strategie gut unter unterwegs, und hoffe dir damit helfen zu können, deine eigene Routine zu finden.

Das Teilen der Route ist doch zweitrangig. Wenn ich mich in einer fremden Region oder in einem fremden Land befinde kenne ich dort die Örtlichkeit nicht und da möchte ich mich auf Kurviger verlassen können.

Du erwähntest ja, dass es mittlerweile genug Videos und Anleitungen gibt. Umgekehrt sollten sich die Programmierer auch die Frage gefallen lassen, warum so viel Sekundärliteratur notwendig ist. Eigentlich ist es ein Zeichen dafür, dass die Erläuterungen und die Funktionsweise innerhalb der App nicht ausreichend sind.

Warum kannst Du Dich nicht auf Kurviger verlassen? Oder warum sind die Routen “schlecht”? Routet Kurviger Dich ins offene Meer?

Sorry, aus meiner Erfahrung routen andere Apps über die selben Strassen, und die Unterschiede sind marginal. Ich kann mich irren …

Zum dritten Mal .. zeigen und sagen, warum Du unhappy bist. Ein oder zwei typische Routen von Dir, dann Tom Tom versus Kurviger. Schneller gemacht, als das hier zu lesen

“Mache es wie Tom Tom” kann ja keine Lösung sein, für ein Problem, das nicht benannt werden kann. Auch wenn es für Dich in Tom Tom aufgeräumter wirkt, um das Ausprobieren der Einstellungen kommst Du da auch nicht rum.

Die “Literatur” ist ergänzend. Wenn Du es einfach haben willst, dann - ooommmhh - loslassen und mal nichts drücken. Vielleicht noch ein Shaping-Point dazu und gut.

Der Beitrag von @Steffen oben - genauso mache ich es auch, stressfrei.

Du hattest ja bereits im September 2025 zwei Lösungen für Dich angedacht:

Diese haben offensichtlich auch nicht zum Ziel geführt …

Ich habe noch nicht gewechselt und werde noch ein Jahr länger Kurviger parallel nutzen.

Verstehe ich nicht.
Wer zwingt dich denn die Einstellungen anzuwenden.
Es ist auch möglich in eine Schlucht zu springen, gehe davon aus, dass du das nicht machen wirst.
Wie hier schon beschrieben, nimm nur die, die du absolut vermeiden willst. ( z.B. unbefestigt und Fähren ) und dann einfach nur die Kurvigkeit.
Je nach abschnitt und Gegebenheiten dann vatiieren.
Fertig. Nichts kompliziertes dabei.
Ab und zu nutzt man vielleicht Maut in Stufe 4 ( nicht standard 5!) und es werden Autobahnen mit Vignettenpflicht vermieden. Mehr habe ich z. B, meist nicht drin.- Warum auch.
Egal mit welchen Tool auf diesem Planeten gearbeitet wird, Einfach irgendwo rumdrücken ist immer eine schlechte Idee. Kurviger ist dahingehend wenigstens nicht gefährlich.

Könnte aber viel helfen, akute Probleme in der Planung zu lösen.

Wenn es sich um algemeine Probleme in der UI handelt, da muss man bei Kurviger längeren Atem haben. Immerhin liest das Team mit und versucht die Benutzerrückmeldungen zu berücksichtigen.

@Kira hat bereits geschrieben, dass Verbesserungen geplant sind - am besten die wichtigste Punkte kurz mit Beispielen zusammenfassen - so kann das Team die Inputs am besten verarbeiten.

Für mich müssen die Vermeidungen nicht hinter einem Expertenmodus versteckt werden. Wenn man sich eine gewisse Zeit damit befasst hat und die Tücken kennt, ist das ein guten Tool, und auch die GUI, vor nicht allzu langer Zeit erst überarbeitet, ist gut gelöst.
Sparsam mit Vermeidungen umgehen und “kurvig” liefert gute Routen, gelegentich einen SP setzen wenn die Karte dazu einlädt.

Eventuell könnte es ständig Pop-up Warnungen bei Änderungen der Vermeidungen geben. Diese sind dann abschaltbar in den Einstellungen.

Der Konflikt zwischen, ich möchte alles konfigurierbar haben, und ich bin nicht willens mitzudenken ist eigentlich unlösbar.

zumindest schwierig

:slight_smile:

Ein neckisches (i) neben “Welche Straßen sollen vermeiden werden?” wäre auch ein Ansatz.

Das UI zur Auswahl der Vermeidungen empfinde ich als gelungen und gut aufgeräumt, und sehe nicht, warum man es hinter einem Expertenmodus verstecken sollte.

Was aber nicht offensichtlich zugänglich ist, ist die Funktionsweise der einzelnen Vermeidungen. Insbesondere was die einzelnen Stärken bewirken. Auch im Hilfe-Center konnte ich dazu nicht wirklich viel finden. Ein (i) bzw. ein (?) zu jeder Vermeidung würde auf jeden Fall helfen, und wäre vom Stil her im Einklang mit der neuen Export-Funktion.

Auch wenn es leicht OT ist, möchte ich hier die Frage in den Raum stellen, ob es tatsächlich jeweils 5 Stärken braucht? Würde man nicht mit 3 Stärken auskommen, die konsistent für alle Streckentypen gelten?

  1. Vermeiden, wenn es eine „plausible“ Alternative gibt
  2. Nicht vermeiden, wenn ein Wegpunkt explizit im Verlauf des fraglichen Streckentyps gesetzt ist
  3. Auf jeden Fall vermeiden

Beispiele die zeigen, dass es aktuell nicht sehr intuitiv ist:

  • Für die Einstellung der Vermeidung von unbefestigten Straßen wird im Hilfe-Center empfohlen, mit den Stärken 1 oder 2 zu experimentieren
  • Für die Vermeidung von Straßen mit Vignettenpflicht aber dem Zulassen von Mautstraßen ist die Verwendung der Stärke 4 bekannt

Das hat auch einen logischen Grund.

  • kleinere Abschnitte unbefestigt sollen ermöglicht werden. Deshalb schwache Vermeidung.
  • auch kurze Abschnitte mit Vignettenpflicht sollen verhindert werden. Deshalb eher starke Vermeidung.

Das sind Dinge die man machen kann, um um das Routing noch feiner einzustellen.

Wer es einfach will, für den gilt immer noch die Regel:

Beschränke die Vermeidungen auf das absolut Notwendige.
Je weniger desto einfacher.

Man braucht es nicht. Kurviger wird kein Stück besser, wenn man die Vermeidungen in seiner jetzigen Form nutzt.

Es überfordert die meisten Nutzer.

Mir geht es nicht um Einfachheit in dem Sinn, liebgewordene Features in Frage zu stellen, sondern plädiere für Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Kontrolle.

Feine Abstufungen hängen oft von der Qualität der OSM Einträge ab. Dies gilt wohl insbesondere für die Beschaffenheit einer Straße, entsprechend der subjektiven Einschätzung des Erfassers.

Bevor ich mich mit der Feinjustierung der Stärke an der einen Stelle auseinandersetze, die dann an anderer Stelle wieder nicht passt, bevorzuge ich ein explizites Vorgehen und der damit verbunden Kontrolle über das Ergebnis. Wie könnte man dies besser zum Ausdruck bringen, als bewusst einen Wegpunkt auf der fraglichen Strecke zu setzen?

Ok, das sehe ich. Es würde aber helfen, wenn es einen einfach erreichbaren Hinweis gäbe, was einen „kleinere Abschnitt“ ausmacht. Dann würde es eben eine zusätzliche Stärke für unbefestigte Straßen brauchen. Solange besagter Hinweis darauf eingeht.

Ist klar, ein bisschen Schwanger geht nicht. Dann einfach nicht „Vermeiden, wenn es eine plausible Alternative gibt“ auswählen, und keinen Punkt mittendrin setzen. Oder diese Option hier gar nicht anbieten?

ich würde es vermissen. Ohne alternatives Konzept, ist die Aussage wenig konstruktiv.

Möglich. Bin mir aber sicher, dass mit mehr Konsistenz und leicht erreichbaren Hinweisen viel zu machen ist.

Erkläre doch bitte was du genau vermissen würdest.

Mehrfachbefahrung

Ist insbesondere zu Beginn der Planung einer Rundtour sehr hilfreich, um Hin- und Rückfahrt auseinander zu halten und Alternativstrecken aufzuzeigen zu lassen.

Mautstraßen

insbesondere Straßen mit Vignettenpflicht möchte ich in der Regel vermeiden. Für Mautstraßen (wie Timmelsjoch etc.) möchte ich explizit Ausnahmen festlegen können.

Fähren

möchte ich in der Regel vermeiden.

Schnellstraßen

verwende ich eher selten. Ist auch Abhängig von der Gegend.

Hauptstraßen

vgl. Schnellstraßen

Kleinste Straßen

vermeide ich in der Regel, möchte aber explizit Ausnahmen festlegen können.

Unbefestigte Straßen

vgl. Kleinste Straßen

Ich denke, das Wort Kontrolle ist das Schlüsselwort. Die wirst Du so nicht bekommen, weil es keine Sache ist von “Drücke hier und es passiert genau das”. Du hast es oben beschrieben. Es sind zig Parameter von OpenStreetMap, dann ist Schwarzwald anders als Ruhrgebiet und Ruhrgebiet anders als Australien. Dann noch zig Parameter, welche Kurviger verwendet um eine Route vorzuschlagen.

Wie könnte Transparenz oder Kontrolle aussehen? Vielleicht ein komplettes Protokoll der Routenfindung, warum jetzt gerade diese Strasse verwendet wird? Ich bin mir sicher, dass selbst das Kurviger-Team einen Debugger benötigen würde um ggf. auch nur eine einzige Routing-Entscheidung zu belegen. Daher ist die Anleitung, ich sag mal so, eher im Stil von Hinweisen, erstellt.

Der andere Weg wäre, alle Knöpfe zu verstecken (was es an sich schon ist) oder im (für mich) schlimmsten Fall, Funktionen auszubauen um den kleinsten gemeinsamen Nenner zu erfüllen.

Insofern - keine Kontrolle erzwingen, Route anschauen, so schlecht kann ein Vorschlag gar nicht sein, der nicht mit ein oder zwei SP passend gemacht werden kann. Vermeidungen - Standard ist fein.


Ansonsten ist das mit den Stufen der Vermeidungen auch nicht soo kompliziert. Wenn es heißt Fähren Stufe 5, dann vermeidet Kurviger zugunsten anderer Strassen eben Fähren. Und wenn ich das auf 1 stelle, dann eben nur ein bisschen. Wie sich das auf die konkrete Route auswirkt, das ist Probieren = Üben = Lernen = Gefühl entwickeln.

Und wenn jemand meint alles vermeiden zu wollen, um eine “gute” Route zu erhalten hat sich vorher dem Drücken des Knopfes nicht überlegt, was Vermeidung oder eine Stufe bedeutet.


Vertrauensbildende Übung: Strecke so 100 km, z.B. Schwarzwald, oder etwas Bekanntes. A nach B, als Overlay speichern zur Referenz. Zuerst Kurvigkeiten ausprobieren, schauen, wo es durch einen Ort geht. Dann probieren, es besser zu machen. In 9 von 10 Fällen wird es nicht gelingen. Entweder ist die Anzahl der Ortschaften oder die Fahrzeit beträchtlich höher!

Seitdem ich das gemacht habe, bin ich mir sicher, dem Kurviger-Algorithmus vertrauen zu können.


Oder mal ganz anders. Ich habe diverse Apps ausprobiert. Teilweise hlöherpreisig oder Preis wie Kurviger, auch hohe Bewertungen, insofern machen die wohl auch was richtig. Zwei Klicks und Route, Erfolgerlebnis. Und dann? Bedienung, Punkte schieben, Überspringen, Einstellbarkeit, Export, Import, Speichern von Favoriten und Routen ohne Ordner. Kreis fahren ok. Hand auf den Rücken gebunden, gefühlt 10 Jahre hintendran. Meine Bewertung.

Wer es einfach haben möchte, es gibt Alternativen. Das macht “Kontrolle” auch nicht einfacher.

Dennoch finde ich es - zumindest für mich - absurd, die “Hälfte” zu kaufen, wenn die Lösung ist, einfach mal einen Knopf nicht zu drücken.

@Steffen:
Wenn ich deine Vermeidungsliste so lese, dann willst praktisch alles was irgendwie ein Weg oder Straße ist vermeiden. Fährst du Quer über Wiesen und Felder?
Ich weis nicht, vielleicht liegts an dem Wort Hauptstraße, aber das sind eben ganz normale Straßen.

Zu dem Thema Vignettenpflicht und dein Beispiel Mautstraße, gibt es doch die Lösung. Hier im Forum schon oft beschrieben. Einfach Maut Vermeidung auf Stufe 4 und es passt.

Vielleicht habe ich die Diskussion vorher nicht verstanden.