Wir sind heute von Ohrid Richtung Norden bis Albanien gefahren. Die Strecke ist auf Kurviger gelb, aber nach einigen km wurde sie offroad und für die großen 1600er und Sportmotorräder bei wenig offroad-Erfahrung unfahrbar. Wir schafften es in schweißtreibender Aktion, die Kisten zu drehen und vorsichtig die steilen Berge zurückzufahren.
Kann jemand mit osm - Erfahrung das mal checken, ob das offroad vermerkt ist? Und falls nicht, es zu ändern? Ich kann leider nicht genau sagen, wo das offroad anfing, bei P1 haben wir gedreht.
Hier die Route: https://kurv.gr/LxZ9R
In der Nähe von WP1 ist nix als offroad vermerkt. Icg sehe leider auf den Satellitenbilder nicht, wo offroad (bzw. “unpaved”) anfängt. Hast du evtl irgendwelche Aufzeichnungen, woraus man es evtl besser ermitteln kann?
Was haben die in Albanien verloren? Ohne einen Reiseenduro hast du auf dem Balkan auf kleinen Straßen nichts zu suchen…
BRouter geht selbst bei “Kurvig” nur mit gesetztem shaping point diesen Weg.
Vor 12 Jahren habe ich in Peshkopi übernachtet und in der Hotelgarage einige Engländer, die mit 250ern unterwegs waren, gefragt, ob der Weg nach Süden befahrbar ist. Mitleidig haben sie meine R1200GS angeschaut und nur gesagt: “don’t do it!”. Das ist (oder war) Albanien …
Wenn Kurviger routet, obwohl in osm “unpaved” markiert, muss Kurviger ein anderes Kriterium zur Unterscheidung nehmen, ob unbefestigt oder nicht.
Ich kann leider von hier aus nicht feststellen wie es in OSM aussieht, deshalb fragte ich euch.
(Die grossen Maschinen haben auf diesen kleinen Strassen und offriad nichts verloren. Deshalb hat der Tourguide ja auch Unbefestigte Strassen und kleinste Straßen vermeiden eingestellt. Aber so ist das eben: Das Leben findet zwischen den Plänen statt. (Oder in Bezug auf Kurviger: Das Leben findet zwischen den Wegpunkten statt.
Nein, “unpaved” ist nicht eingetragen.
Es ist nur “secondary” eingetragen, was in Deutschland oft eine relativ gute Straße bedeutet. Auf dem Balkan nicht.
Ich habe jetzt basierend auf etwas älteren Karten und Satellitenbilder die Strecke Zbazdi-Lokov als “lanes=1” und “surface=unpaved” eingetragen (Way: R2243 (853519825) | OpenStreetMap). Ich hoffe, das wir dann vom Kurviger Algorithmus richtig erkannt und vermieden.
Da bin ich ähnlicher Meinung. Daran ist wieder die von Kurviger geschätzte Zeit schuld.
Die Streke (30km, weniger kurvig, geschätzt 41min)
ist in der Realität sicher schneller, als diese (45km, ziemlich kurvig, geschätzt 38min) :
Weil die geschätzte Zeit bei der längeren Route 3 Minuten kürzer ist, entscheidet sich Kurviger bei “Fastest” für diese.
Weil die längere Route von den Straßenbelag schlechter ist und sicher viel weniger benutzt wird, sind dort keine Geschwindigkeitsbegrenzungen eingetragen und so kommt Kurviger wahrscheinlich auf eine kürzere Fahrzeit, als bei der kürzeren Route. Was macht dann Kurviger “falsch”? Meiner Meinung nach nimmt Kurviger zu optimistische Werte bei fehlenden Angaben an.
In Deutschland würde man denken - “secondary” ohne Geschwindigkeitsangaben - freie Fahrt. Auf Balkan ist “secondary” ohne Geschwindigkeitsangaben oft nur ein Schotterweg. Diese unterschiede kann der Algorithmus aktuell nicht gut erkennen. Da sind wir aber in diesem Thread OT.
Nach einigen tausend Kilometern auf dem Balkan kann ich sagen dass dies ein wenig Abenteuerbereitschaft erfordert und man mit einer Reiseenduro sicher bedeutend im Vorteil ist.
Wir musste selbst damit noch an einigen Stellen umkehren, weil starke Regenfälle der “Straße” den Rest gegeben hatten.
Orange Strecken und ausgeschilderte Strecken in die nächst größeren Orte sind aber meist asphaltiert und auch mit Tourern gut fahrbar.
Nach anfänglicher Planung mit Kurviger haben wir die lokalen Kenntnisse einfließen lassen.
Auch Baustellen werden häufig nur salopp gekennzeichnet oder gesperrt. Baggerfahrer haben uns eher freundlich durchgewunken, in Deutschland hätte das ein Heidentheater gegeben.
Ich mag die kulturellen Unterschiede und Abenteuer.