Meine persönliche Erfahrung ist das bei ca 250km Touren ich ziemlich genau 90-120 Minuten drauf rechnen muss (inkl. Ein paar kurzer Pausen) Es wird nie passen. Ich bin zu 99% mit Sozia und Reisegepäck unterwegs.
Ist jetzt Kurviger falsch, oder muss ich nur die Frau und das Gepäck runterladen und viel schneller fahren ?
Der Vergleich mit GMaps ist wohl auch nicht so ganz richtig, mit Kurviger plane ich meistens eine Route mit diversen Zwischenpunkten, wenn ich auf Gmaps ausweiche ist das in der Regel nur von A nach B und die schnellste, nicht schönste Strecke. Da hat das Google vermutlich deutlich einfacher.
Unrealistische Kalkulation kann ich nicht bestätigen, auf 400 km sind’s am Ende des Tages +/- 30 Minuten. Für meinen Stil passt die Berechnung häufig sehr gut, und ich habe auch nicht die Erwartung, dass es präsiser ist.
Etwas Erfahrung sammeln hilft, komme dabei im Modus “zu zweit unterwegs” bei Touren um die 400 km ohne Schnellstraßen / ohne Autobahnen auf 50 km / h ( gelassen ) bis 60 km / h ( flott ) inkl. der notwendigen Kaffee und Brötchenpausen.
Allein unterwegs kann man sicher noch 10 km / h draussatteln, darüber wird’s dann anstrengend.
Genau das meinte ich. Beim Motorrad hat der individuelle Fahrstil extremen Einfluss auf die durchschnittliche Geschwindigkeit. Im Gegensatz dazu ist der Einfluss beim Auto sehr überschaubar.
Zur Planung verwende ich seit langem kurviger. Meine Erfahrung hat einige Fehler des Programmes abgefangen. Aufgefallen ist mir das bei Strecken die nicht zu den üblichen Motorradstrecken gehören die Abweichung von der Berechnung zur Realität oft riesig sind. Jetzt werden sicher wieder einige der Forumsteilnehmer widersprechen (meist die, die solche Strecken noch nie gefahren sind oder Geschwindigkeitsbeschränkungen als Vorschlag ansehen) ohne zur Problemlösung beizutragen.
Bei Planungen die oft Monate voraus stattfinden müssen und Buchungen für Gruppen in Hotels (also fixe Orte und Zeiten) notwendig sind, ist eine zeitliche Abweichungen von >20% absolut ärgerlich. Wenn jemand den Wunsch hat 5 Stunden zu fahren und in der Realität 6 Stunden fährt wird bald keine Freude mehr mit dieser Planung haben. Vorweg für Einwende - es gibt Personen mit körperlichen Einschränkungen, Zeiten in denen gewisse Straßen befahren werden dürfen, Unterkünfte mit Schlüsselübergabe bis, usw.
Als Beispiele kann ich aus meinen gefahrenen Strecken auf Wunsch hier noch viele einfügen.
Die Strecke oben ist in der Realität ohne erheblichen Geschwindigkeitsüberschreitungen und gefährlicher Fahrweise nicht unter 5 Stunden zu schaffen. Für eine Lösung dieser Zeitberechnungsprobleme wäre ich dankbar. Wie geschrieben, auf Wunsch stelle ich gerne noch einige Beispiele zur Verfügung.
also bei meinen kurviger Routen in der Art schau ich auf die km und rechne das auf meine 47 ( 50 km/h )
die ich auf solchen Touren habe um und dann passt das in der Regel bei mir.
Was ggf. cool wäre ( gab es früher bei Navigon glaub ) man setzt zur Berechnung seine “Erfahrungs Zeit” ein
So könnte ich mir das vorstellen Route wird berechnet wie gehabt
Dann kommen 3 Felder
Distanz Km / Fahrzeit / errechnete Durchschnittsgeschwindigkeit
Zu dem Thema oben dann als Beispiel
die Durchschnittsgeschwindigkeit wird mit 74 km/h ausgegeben
ich weis aber das ich und der Regel 55 fahr editier das und die Fahrzeit wird neu berechnet.
Edifier ich die Fahrzeit von 6 auf 5 Std wird die Stecke um die “nötigen” km gekürzt .
Die Frage ist - warum schafft Tomtom und andere Navis oder Routenplaner das genauer? Bei Garmin und Tomtom importiere Strecken stimmen die Zeiten wieder.
Warum hier einige die Pausen anführen und andere Stehzeiten? Was hat das mit der errechneten Fahrzeit zu tun? Natürlich kann man seine Erfahrungswerte und andere Dinge einfließen lassen - aber wozu dann überhaupt eine Fahrzeitberechnung? Streckenführung, Breite und Kurven der Strecke, km - daraus ergibt sich der geschätzte Fahrzeitwert! Pausen und Stopp dazu ergibt Abfahrt-Ankunftszeit. Nicht wirklich brauchbar bei Planungen für geführte Touren mit fixen Zeiten bei Essen, Besichtigungen, und…..
Bei jedem Wechsel der vorgeschriebenen Geschwindigkeit (Beschleunigung/Verzögerung) müsste ein Puffer einberechnet werden. Machen die Navis das und sind deshalb genauer? Zu Testzwecken habe ich mir auf einem zweiten Account die App gekauft - sind dort die angezeigten Zeiten genauer?
das TT oder GM das “genauer” hinbekommen liegt an mehreren Variablen
Algorithmus (der sicher über Jahrzehnte verfeinert wurde )
die Überwiegende Streckenwahl BAB ist halt was anderes wie Landstr
und hier kommt berechtigt der Einwand wenn man die gxp ex. importiert
selbe strecke andere Zeit.
Bei GM tja die haben die Echtzeit Daten von 100 Handys auf 10 km BAB
und mindestens 5 auf der Landstr und wissen wie man voran kommt
TT kauft diese Daten meines Wissens und ist somit auch nah dran.
Wenn man die Daten nicht hat baut man nen Puffer ein , weil Lieber 30min zu früh als 5 zu spät
was ich aber da mit meiner Theorie nicht erklären kann ist der zu knapp berechnete Italien Tour
wo 2 Std Differenz sein sollen .
Und dann wird sehr wahrscheinlich geschätzt. Also Landstrasse, typischerweise x km/h (länderabhängig). Dann kommt es zu einer hohen Durchschnittsgeschwindigkeit.
Wenn Fahrzeit verdächtig ist (Durchschnitt; daher fände ich es hilfreich, wenn wie oben vorgeschlagen es angezeigt wird), dann rechne ich das in einer anderen Routing-Engine durch. Ich schaue auch auf Strassen ohne Eintrag der Maxspeed.
Vermutlich mache ich mir da gar nicht so ein Kopf, weil es in DE für mich passt und ich mir der Einschränkungen bzgl. OSM bewusst bin. Und eine Kontrolle in anderer Engine ist Aufwand von Minuten.
Dennoch - ich will das nicht abtun, sollte eins nach dem anderen verbessert werden. Nur sollten wir auch wirklich wissen, wieviel Prozent noch richtig oder schon falsch sind. Zu sagen, Tomtom ist richtig - Puuh, wer weiß das, wenn er nicht selbst bei freier Strasse gefahren ist.
Google hat für jede Strecke der Welt sicher konkret ermittelte Durchschnittswerte.
Woher Garmin und TomTom die Werte haben weiß ich nicht. Aber sobald sehr kleine Straßen ins Spiel Kommen, wird der Unterschied von Fahrer zu Fahrer sehr groß. Ich liebe es auf übersichtlichen kleinsten einspurigen Straßen mit 80-100 zu fahren. Anderen reicht da 50-60km/h. Wenns unübersichtlich wird, oder im starken Nebel sinds dann bei mir 30km/h. Wie soll das berechnet werden. (Auch ohne Nebel Berücksichtigung)
Deshalb brauchts einfach eigene Erfahrung und Abschätzung. 40-70km/h im Schnitt sind für die Alpen ein guter Wert. Über 60km/h aber ziemlich selten zu erreichen. So rechne ich.
Auf Strecken, wo in größtenteils nur Straßen mit Mittellinie auftauchen, passt die ETA zu 95%, selbst bei Entfernungen um die 400 km. Richtung süd-ost Europa leg’ ich dann was drauf, dort ist die Straßeneinordnung in OSM aber auch anders als z.B. in Deutschland. Die eine oder andere “gelbe” würd bei uns als unbefestigt durchgehen, da wird’s mit 100 km/h eng.
Ich habe das Gefühl, Kurviger berücksichtigt eher den Straßentyp, aber kaum die “kurvigkeit”. Beim suchen nach kurvigen Strecken, macht Kurviger eine super Arbeit, aber die Kurven gehen kaum in die Zeitkalkulation ein. 185 km in Schleswig Holstein oder Niedersachsen in ca 3 Stunden - passt.
Aber bei der Beispielroute, sieht man mit ein wenig Erfahrung, das Ergebnis ist Nonsens.
Erst heute wieder in den Bergen erlebt 3 Std. Kalkulation - 4:15 benötigt (195km)
Eigentlich kann man sich seinen “persönlichen Faktor” auch ermitteln.
Bei mir “trödelt” Kurviger im ersten Beispiel eher, und ich übertrete die vorgeschriebene Geschwindigkeit eher selten, nur wenn’s muss.
Lade ich die Aufzeichung als Route, so kommt dabei heraus: 367 km / 8h 28min, also kalkuliert 2 Stunden mehr, und in der obigen Tour sind Pausen enthalten und wir waren zu zweit.
Was aber fast immer passt ist der Durchschnitt: 50 km/h ( gemütlich ) bis 60 km/h ( flotter ). Kommen unbefestige Abschnitte hinzu kann es auch unter 50 km/h gehen.
Ich glaube das Thema kann man viele Abende lang diskutieren. Schön wäre eine Möglichkeit die allem gerecht wird.
Zusätzlich sollte man mal so vergleichen wie Du das gemacht hast. Die Aufzeichnungen nehmen und diese mit der daraus entstehenden Kalkulation vergleichen. Habe ich gerademal bei einigen Routen getestet, mit überraschenden Ergebnis. (Da Mache ich wohl doch mehr kurze Stopps wie gedacht ) Damit meine ich das die “Echte” Fahrzeit deutlich dichter an der Kalkulation liegt. Wie die “Gefühlte”.