Aktuell bin ich immer noch in Italien unterwegs und möchte immer noch kurvige Straßen in den Bergen fahren und dabei kleinste Straßen vermeiden.
Das klappt auch, aber nur wenn ich mir die Straßen in Streetview anschaue und dann gegebenenfalls sharping Punkte setze um Straßen zu umgehen die eigentlich aufgrund der Einstellungen vermieden werden sollten.
Ob dieser Workaround Sinn der App ist, mag jeder für sich selbst entscheiden.
Auf Mapillary (darf als OSM Quelle verwendet werden) kann man ein Schild auf der Südseite finden.
Verbot für LKW und Busse in 6,7km, Breite 7m.
Ich bin mir unsicher ob 7m als einspurig gilt.
Google sagt dazu:
Für innerörtliche Hauptverkehrsstraßen wird eine Fahrstreifenbreite von mindestens 2,45 m pro Fahrspur empfohlen.
Die Einstufung einer Straße als eng oder einspurig ist oft eine Einzelfallbetrachtung, die die besonderen örtlichen Umstände und die tatsächliche Verkehrssituation berücksichtigt.
Ich kenne die “örtlichen Gepflogenheiten” in Italien nicht.
Da fahern doch Autos in beiden Richtungen?
Irgendwie müssen die doch aneinander vorbeikommen?
Die 7m auf dem Schild beziehen sich auf Fahrzeuglänge, nucht auf die Straßenbreite.
AI sagt:
In OpenStreetMap, a one-lane road that handles traffic in both directions is mapped as a single way with the lanes tag set to “1” and oneway tag unset (or explicitly set to “no”).
Uiui. Ich lese in o.g. Link von OSM Wiki anders. Dort wird beschrieben, dass es auch darum geht, ob Gegenverkehr regelmäßig erwartet wird. Was ist die Definition von Fahrspur. Dann muss man sich zuerst darüber einig sein. Breite, Markierung?
Wie gesagt, das ist im OSM-Forum vermutlich besser zu diskutieren.
Suche mal nach No lane markings und Narrow roads. Dort wird auf width umd narrow=yes hingewiesen. Schmal im Sinne von entgegenkommende Fahrzeuge müssen abbremsen. Das könnte passen.
Noch ein Edit. Wer Zeit hat kann mal in OSM zwecks Reverse Engineering Strassen mit narrow=yes suchem und ob Kurviger darauf bei Vermeidung reagiert.
Das Routing scheint nicht auf narrow = yes zu reagieren.
Mag ja sein, dass es du das so siehst hier nicht drüber zu sprechen, aber genau das hab ich doch geschrieben, kein Navi kann hellsehen was du dir wünscht. Und ich wünsch mir eben was anderes.
Deshalb gibt es die Möglichkeit nachzubessern.
Danke @Toffel für das Reverse Engineering von Kurviger.
Wenn die Datenlage so dünn oder sogar falsch ist, verstehe ich dass Kurviger das lanes=* Tag nicht berücksichtigt.
Da man auf dem Luftbild einen Mittelstreifen sieht ist lanes=1 hier definitiv ein Kartenfehler.
Beim Studium Deines Beispiels ist mir noch aufgefallen, dass highway=tertiary anscheinend gerade so noch berücksichtigt wird.
Mit Vermeidungsstärke 5 wird diese Straße bei WP1 noch vermieden.
Mit Vermeidungsstärke <= 4 wird dann über WP1 geroutet
Könnte sein, dass jemand die engste Stelle gemappt hat. Habe gerade gesehen width= 4m. Dann wäre das auch kein Kriterium. Menno.
Habe auch gesehen, dass Route je nach Endpunkt und Vermeidungsstärke kippt. Da müsste ich jetzt noch suchen ob ein Abschnitt unclassified ist. Aber nu is auch genug Technik.
Edit.
@rumbrummer. Wie lustig ist das denn? Die Kurviger-Enthusiasten sind überall. D344A von @linux-user.
Also, kleine Straßen sind leider ein Problem, gerade in Italien, hier ist das Tagging leider komplett inkonsistent. lanes = 1, kann ein Hinweis dafür sein, dass eine Straße eine schmale Straße ist. Wir könnten tertiary roads als kleinste Straßen in Italien erkennen, hat dann aber den Nachteil, das ganz viele tertiary roads, die wunderbar ausgebaut sind vermieden werden. Ist aber vermutlich im Zweifelsfall besser, wenn damit doch so viele Probleme haben .
Na ja, das wird die Lage bei den oben angesprochenen Manghen-Pass nicht verbessern. Der ist einspurig (nicht eingetragen) und secondary (ob richtig oder falsch - kann ich nicht beurteilen).
Wenn ihr aber stattdessen bei Vermeidungen von kleinstraßen (insb. Stufe 5) noch ein paar Tags (z.B. “lanes=1”, “narrow=yes” und “width”) berücksichtigen könntet, dann könnte man diese Tags auch in OSM an bekannten Stellen eintragen und die Situation verbessern.
Das Problem mit “noch ein paar Tags” ist, dass überall wo diese falsch eingetragen sind, das Routing dann auch streikt.
Wir beobachten das für Italien schon länger. Geht auch explizit erstmal nur um Italien und Straßen mit Tertiary. Das ist schon länger ein Wackelkandidat.
Wenn diese falsch eingetragenen Tags nur bei “Kleinste Straßen = 5” eine Wirkung hätten, dann würde man das erstmal verschmerzen können und mit der Zeit in OSM korrigieren, oder?
@linux-user hat es anhand meiner Tests gut beschrieben. Italien hat historisch halt historisch engere Straßen, die vielleicht auch nicht entsprechend getaggt sind.
Lanes in die Vermeidung zu nehmen würde ich als höchstproblematisch betrachten. Es viele Straßen die Lanes = 1 sind. Auffahrten, Kreisverkehre, auch Straßen in Ortschaften. Ergebnis wäre ein Chaos.
Mein Kandidat wäre narrow = yes in die Vermeidung aufzunehmen. Ist recht wenig genutzt. Sprachlich würde es auch passen, narrow ~ schmal ~ Kleinste. Leider nur ja/nein.
Dazu noch width. Je schmaler, umso mehr wird Höchstgeschwindigeit abgewertet.
Z.B. maxspeed sei 90, wenn narrow minus 50%, wenn width (2 lkw, 2 pkw, 2 motorräder), dann nochmal reduzieren.
Schauen und pflegen muss dann doch wer. Wenn es da ist, dann kommt eventuell auch Motivation der Fahrer.
Und je niedriger die Geschwindigkeit durch Abwertung, umso eher würde andere Strasse bevorzugt werden?
Narrow wäre möglich ja, das entspricht aber nicht so richtig dem aktuellen Tagging in OSM. Du findest weltweit bestimmt eine hand voll Straßen wo das so verwendet wird, üblicherweise aber nur auf kurzen Abschnitten.
Wenn das aber der richtige Tag ist und Kurviger den berücksichtigen würde, dann würden sich die Diskussionen über Vermeidung der schmalen Straßen aufs Setzen des Tags in OSM umorientieren.